Wenn Sie ein Investor sind, der die Bewegungen der Aktienkurse verstehen möchte, sind Angebot und Nachfrage eine der mächtigsten Werkzeuge zur Marktanalyse. Dieses Grundkonzept wird nicht nur in der Wirtschaftswissenschaft verwendet, sondern kann auch effektiv zur Prognose von Finanzmarktpreisen angewendet werden.
Was ist die Angebotskurve und wie hängt sie mit dem Preis zusammen?
Die Angebotskurve zeigt die Beziehung zwischen dem Preisniveau und der Menge an Waren oder Dienstleistungen, die Verkäufer bereit sind anzubieten. Bei unterschiedlichen Preisen gilt: Wenn der Preis steigt, sind Verkäufer meist bereit, mehr anzubieten, um höhere Renditen zu erzielen. Umgekehrt, wenn der Preis sinkt, verringert sich die angebotene Menge.
Im Aktienmarkt zeigt die Angebotskurve die Anzahl der Aktien, die Aktionäre oder Investoren zu verschiedenen Preisen verkaufen möchten. Zum Beispiel könnten bei 100 Baht nur 1 Million Aktien zum Verkauf stehen, während bei 95 Baht nur 500.000 Aktien angeboten werden.
Nachfrage und Angebotskurve: Der Punkt, an dem sich der Preis selbst festlegt
Was ist die Nachfrage (Demand)?
Die Nachfrage zeigt die Kaufbereitschaft der Käufer bei verschiedenen Preisniveaus. Sie ist umgekehrt proportional zum Preis: Bei niedrigen Preisen möchten Käufer mehr kaufen, bei hohen Preisen sinkt die Nachfrage.
Faktoren, die die Nachfrage beeinflussen, sind vielfältig, z.B. das Einkommen der Käufer, Marktvertrauen, zukünftige Gewinnerwartungen, Verbraucherpräferenzen, wirtschaftliche Nachrichten oder psychologische Faktoren wie FOMO (Fear of Missing Out), die die Nachfrage verändern können.
Angebot (Supply) und Angebotskurve
Die Angebotskurve gibt die Menge an Waren an, die Verkäufer zu verschiedenen Preisen bereit sind anzubieten. Einflussfaktoren sind Produktionskosten, Technologie, Zugang zu Ressourcen und Erwartungen an zukünftige Preise.
Im Aktienmarkt spiegelt die Angebotskurve die Anzahl der Aktien wider, die zum Verkauf stehen. Unternehmenspolitik (z.B. Aktienrückkäufe oder Kapitalerhöhungen) und der Markteintritt neuer Firmen durch IPOs beeinflussen diese Kurve ebenfalls.
Marktausgleich: Der Preis, der Entscheidungen trifft
Der Gleichgewichtspunkt entsteht dort, wo sich Angebot und Nachfrage schneiden. An diesem Punkt sind die nachgefragte Menge und die angebotene Menge gleich. Der daraus resultierende Preis gilt als „fairer“ Preis, den beide Seiten akzeptieren.
Wichtig ist: Wenn der Preis über dem Gleichgewicht liegt, entsteht ein „Überangebot“. Verkäufer müssen den Preis senken, um Lagerbestände abzubauen. Umgekehrt, wenn der Preis unter dem Gleichgewicht liegt, entsteht ein „Mangel“. Käufer möchten mehr kaufen, als verfügbar ist, was den Preis nach oben treibt, bis das Gleichgewicht wieder erreicht ist.
Angebotskurve im Finanzmarkt: Faktoren, die die Aktienpreise beeinflussen
Einflussfaktoren der Nachfrage im Aktienmarkt
Geldliquidität: Wenn die Zentralbank oder Regierung die Geldmenge erhöht, haben Investoren mehr Geld zum Kauf von Aktien, was die Nachfrage steigen lässt.
Zinssätze: Bei niedrigen Zinsen ist die Investition in Aktien attraktiver als das Halten von Geld auf Sparkonten.
Gewinnerwartungen: Wenn Analysten eine bessere Umsatzentwicklung prognostizieren, steigt die Nachfrage nach den Aktien des Unternehmens.
Einflussfaktoren der Angebotskurve im Aktienmarkt
Aktienrückkaufprogramme: Wenn Unternehmen Aktien zurückkaufen, sinkt das Angebot, da weniger Aktien im Markt sind.
Kapitalerhöhungen: Bei Ausgabe neuer Aktien steigt das Angebot, was oft Druck auf den Kurs ausübt.
IPO (Börsengang): Neue Unternehmen bringen eine zusätzliche Angebotskurve auf den Markt, was kurzfristig das Marktgleichgewicht beeinflussen kann.
Anwendung von Angebot und Nachfrage bei der Aktienanalyse
Fundamentalanalyse (Fundamental Analysis)
Wenn Investoren sagen „Dieses Angebot an Aktien ist gestiegen“, meinen sie eigentlich, dass mehr Verkäufer auf dem Markt sind. Das kann durch folgende Faktoren bedingt sein:
Schlechtere Gewinnprognosen
Unternehmenswarnungen zu Umsatzzahlen
Negative Nachrichten, die das Vertrauen der Investoren schwächen
Gleichzeitig führen positive Gewinnprognosen oder gute Neuigkeiten zu einer erhöhten Nachfrage, was den Aktienkurs steigen lässt.
Technische Analyse (Technical Analysis)
Bei der Kursanalyse verwenden Trader verschiedene Werkzeuge, um Kauf- und Verkaufsdruck zu erkennen:
Doji (Open ≈ Close) = Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage
2. Unterstützung und Widerstand (Support & Resistance)
Unterstützung: Preisniveau mit starker Nachfrage, Käufer sind bereit zu kaufen
Widerstand: Preisniveau mit starkem Angebot, Verkäufer sind bereit zu verkaufen
3. Markttrend
Aufwärtstrend = Nachfrage dominiert, neue Hochs werden erreicht
Abwärtstrend = Angebot dominiert, neue Tiefs werden erreicht
Demand Supply Zone: Trading-Technik mit Angebot und Nachfrage
Die Demand Supply Zone ist eine Technik, die Price Action mit der Analyse von Kauf- und Verkaufsdruck verbindet. Dabei werden Punkte gesucht, an denen der Preis zuvor aus dem Gleichgewicht geraten ist und anschließend eine Basis bildet, bevor er weiterläuft.
Reversal-Trades (Umkehr)
DBR - Drop Base Rally (Abfall, Basis, Aufschwung)
Verkäufer dominieren (starke Angebotszone). Der Preis fällt schnell, bis Käufer einsteigen und eine Basis bilden. Gute Nachrichten lassen die Nachfrage wieder steigen, der Preis steigt weiter.
RBD - Rally Base Drop (Aufschwung, Basis, Abfall)
Käufer sind stark (starke Nachfrage). Der Preis steigt schnell, bildet eine Basis, dann kommen schlechte Nachrichten, die Verkäufer dominieren, und der Preis fällt.
Continuation-Trades (Fortsetzung)
RBR - Rally Base Rally (Aufschwung, Basis, weiterer Aufschwung)
Kaufkraft bleibt stark. Nach einer Basis folgt ein weiterer Anstieg, wenn die Nachfrage weiter überwiegt.
DBD - Drop Base Drop (Abfall, Basis, weiterer Abfall)
Verkäufer bleiben dominant. Nach einer Basis fällt der Preis weiter, wenn schlechte Nachrichten kommen.
Trader nutzen diese Patterns, um bei Breakouts aus der Basis einzusteigen, mit Stop-Loss außerhalb der Basis.
Zusammenfassung: Angebot, Nachfrage und Ihre Investitionen
Angebots- und Nachfragekurven sind Werkzeuge, die Investoren helfen zu verstehen, warum sich Preise bewegen. Es ist kein Zufall, sondern das Ergebnis von Kauf- und Verkaufsdruck im Markt.
Sowohl die fundamentale Analyse, die auf Veränderungen der Unternehmenswerte basiert, als auch die technische Analyse, die die Kursbewegungen direkt betrachtet, beruhen auf den Prinzipien von Angebot, Nachfrage und Gleichgewicht.
Das wichtigste ist: Das Verständnis dieser Konzepte ermöglicht es Ihnen, den Markt strukturierter zu sehen, anstatt das Preisverhalten als zufällig zu empfinden. Schließlich sollten Sie dieses Wissen auf reale Kursdaten anwenden, um Erfahrung zu sammeln und das Marktbild klarer zu erkennen.
Original anzeigen
Diese Seite kann Inhalte Dritter enthalten, die ausschließlich zu Informationszwecken bereitgestellt werden (keine Zusicherungen oder Garantien), und sie sind nicht als Billigung der darin geäußerten Ansichten durch Gate oder als finanzielle bzw. fachliche Beratung zu verstehen. Weitere Informationen finden Sie im Haftungsausschluss.
Angebotslinie und Vorhersage der Kursbewegungen auf dem Markt
Wenn Sie ein Investor sind, der die Bewegungen der Aktienkurse verstehen möchte, sind Angebot und Nachfrage eine der mächtigsten Werkzeuge zur Marktanalyse. Dieses Grundkonzept wird nicht nur in der Wirtschaftswissenschaft verwendet, sondern kann auch effektiv zur Prognose von Finanzmarktpreisen angewendet werden.
Was ist die Angebotskurve und wie hängt sie mit dem Preis zusammen?
Die Angebotskurve zeigt die Beziehung zwischen dem Preisniveau und der Menge an Waren oder Dienstleistungen, die Verkäufer bereit sind anzubieten. Bei unterschiedlichen Preisen gilt: Wenn der Preis steigt, sind Verkäufer meist bereit, mehr anzubieten, um höhere Renditen zu erzielen. Umgekehrt, wenn der Preis sinkt, verringert sich die angebotene Menge.
Im Aktienmarkt zeigt die Angebotskurve die Anzahl der Aktien, die Aktionäre oder Investoren zu verschiedenen Preisen verkaufen möchten. Zum Beispiel könnten bei 100 Baht nur 1 Million Aktien zum Verkauf stehen, während bei 95 Baht nur 500.000 Aktien angeboten werden.
Nachfrage und Angebotskurve: Der Punkt, an dem sich der Preis selbst festlegt
Was ist die Nachfrage (Demand)?
Die Nachfrage zeigt die Kaufbereitschaft der Käufer bei verschiedenen Preisniveaus. Sie ist umgekehrt proportional zum Preis: Bei niedrigen Preisen möchten Käufer mehr kaufen, bei hohen Preisen sinkt die Nachfrage.
Faktoren, die die Nachfrage beeinflussen, sind vielfältig, z.B. das Einkommen der Käufer, Marktvertrauen, zukünftige Gewinnerwartungen, Verbraucherpräferenzen, wirtschaftliche Nachrichten oder psychologische Faktoren wie FOMO (Fear of Missing Out), die die Nachfrage verändern können.
Angebot (Supply) und Angebotskurve
Die Angebotskurve gibt die Menge an Waren an, die Verkäufer zu verschiedenen Preisen bereit sind anzubieten. Einflussfaktoren sind Produktionskosten, Technologie, Zugang zu Ressourcen und Erwartungen an zukünftige Preise.
Im Aktienmarkt spiegelt die Angebotskurve die Anzahl der Aktien wider, die zum Verkauf stehen. Unternehmenspolitik (z.B. Aktienrückkäufe oder Kapitalerhöhungen) und der Markteintritt neuer Firmen durch IPOs beeinflussen diese Kurve ebenfalls.
Marktausgleich: Der Preis, der Entscheidungen trifft
Der Gleichgewichtspunkt entsteht dort, wo sich Angebot und Nachfrage schneiden. An diesem Punkt sind die nachgefragte Menge und die angebotene Menge gleich. Der daraus resultierende Preis gilt als „fairer“ Preis, den beide Seiten akzeptieren.
Wichtig ist: Wenn der Preis über dem Gleichgewicht liegt, entsteht ein „Überangebot“. Verkäufer müssen den Preis senken, um Lagerbestände abzubauen. Umgekehrt, wenn der Preis unter dem Gleichgewicht liegt, entsteht ein „Mangel“. Käufer möchten mehr kaufen, als verfügbar ist, was den Preis nach oben treibt, bis das Gleichgewicht wieder erreicht ist.
Angebotskurve im Finanzmarkt: Faktoren, die die Aktienpreise beeinflussen
Einflussfaktoren der Nachfrage im Aktienmarkt
Einflussfaktoren der Angebotskurve im Aktienmarkt
Anwendung von Angebot und Nachfrage bei der Aktienanalyse
Fundamentalanalyse (Fundamental Analysis)
Wenn Investoren sagen „Dieses Angebot an Aktien ist gestiegen“, meinen sie eigentlich, dass mehr Verkäufer auf dem Markt sind. Das kann durch folgende Faktoren bedingt sein:
Gleichzeitig führen positive Gewinnprognosen oder gute Neuigkeiten zu einer erhöhten Nachfrage, was den Aktienkurs steigen lässt.
Technische Analyse (Technical Analysis)
Bei der Kursanalyse verwenden Trader verschiedene Werkzeuge, um Kauf- und Verkaufsdruck zu erkennen:
1. Candlestick-Analyse
2. Unterstützung und Widerstand (Support & Resistance)
3. Markttrend
Demand Supply Zone: Trading-Technik mit Angebot und Nachfrage
Die Demand Supply Zone ist eine Technik, die Price Action mit der Analyse von Kauf- und Verkaufsdruck verbindet. Dabei werden Punkte gesucht, an denen der Preis zuvor aus dem Gleichgewicht geraten ist und anschließend eine Basis bildet, bevor er weiterläuft.
Reversal-Trades (Umkehr)
DBR - Drop Base Rally (Abfall, Basis, Aufschwung) Verkäufer dominieren (starke Angebotszone). Der Preis fällt schnell, bis Käufer einsteigen und eine Basis bilden. Gute Nachrichten lassen die Nachfrage wieder steigen, der Preis steigt weiter.
RBD - Rally Base Drop (Aufschwung, Basis, Abfall) Käufer sind stark (starke Nachfrage). Der Preis steigt schnell, bildet eine Basis, dann kommen schlechte Nachrichten, die Verkäufer dominieren, und der Preis fällt.
Continuation-Trades (Fortsetzung)
RBR - Rally Base Rally (Aufschwung, Basis, weiterer Aufschwung) Kaufkraft bleibt stark. Nach einer Basis folgt ein weiterer Anstieg, wenn die Nachfrage weiter überwiegt.
DBD - Drop Base Drop (Abfall, Basis, weiterer Abfall) Verkäufer bleiben dominant. Nach einer Basis fällt der Preis weiter, wenn schlechte Nachrichten kommen.
Trader nutzen diese Patterns, um bei Breakouts aus der Basis einzusteigen, mit Stop-Loss außerhalb der Basis.
Zusammenfassung: Angebot, Nachfrage und Ihre Investitionen
Angebots- und Nachfragekurven sind Werkzeuge, die Investoren helfen zu verstehen, warum sich Preise bewegen. Es ist kein Zufall, sondern das Ergebnis von Kauf- und Verkaufsdruck im Markt.
Sowohl die fundamentale Analyse, die auf Veränderungen der Unternehmenswerte basiert, als auch die technische Analyse, die die Kursbewegungen direkt betrachtet, beruhen auf den Prinzipien von Angebot, Nachfrage und Gleichgewicht.
Das wichtigste ist: Das Verständnis dieser Konzepte ermöglicht es Ihnen, den Markt strukturierter zu sehen, anstatt das Preisverhalten als zufällig zu empfinden. Schließlich sollten Sie dieses Wissen auf reale Kursdaten anwenden, um Erfahrung zu sammeln und das Marktbild klarer zu erkennen.