Wenn Sie ein Investor sind, der die Aktienkurse vor einer Marktbewegung vorhersagen möchte, müssen Sie die grundlegenden treibenden Kräfte verstehen: Angebot und Nachfrage – zwei Kräfte, die von Ökonomen und Tradern genutzt werden, um Preisänderungen zu erklären. Jede Steigung und Senkung des Aktienkurses basiert auf einem Kampf zwischen Angebot und Nachfrage.
Zwei Kräfte, die die Preisbewegung steuern – Angebot und Nachfrage
Beim Thema Angebot und Nachfrage denken viele vielleicht, dass es kompliziert ist, aber in Wirklichkeit sind es nur die Kauf- und Verkaufsbereitschaft.
Nachfrage (Demand) ist die Kaufbereitschaft der Käufer. Wenn die Preise sinken, sind Verbraucher bereit, mehr zu kaufen. Wenn die Preise steigen, kaufen sie weniger. Diese inverse Beziehung nennt man das Gesetz der Nachfrage. Faktoren, die die Nachfrage beeinflussen, sind das Einkommen der Verbraucher, die Preise substituierbarer Güter, Vorlieben, die Anzahl der Käufer und die zukünftigen Preisprognosen.
Angebot (Supply) ist die Verkaufsbereitschaft der Verkäufer. Wenn die Preise steigen, sind Verkäufer bereit, mehr zu verkaufen. Wenn die Preise fallen, verringern sie das Angebot. Diese positive Beziehung nennt man das Gesetz des Angebots. Einflussfaktoren sind Produktionskosten, Preise substituierbarer Güter, technologische Entwicklungen, die Anzahl der Wettbewerber und Preisprognosen.
Gleichgewicht (Equilibrium) ist der Punkt, an dem Angebot und Nachfrage sich schneiden. An diesem Punkt sind Preis und Menge relativ stabil, weil bei höheren Preisen Überangebot entsteht, Verkäufer Preise senken müssen, und bei niedrigeren Preisen Knappheit herrscht, Käufer bereit sind, mehr zu zahlen. Die Preise tendieren dazu, immer wieder zum Gleichgewichtspunkt zurückzukehren.
Finanzmärkte folgen den gleichen Angebot-Nachfrage-Regeln
In den Finanzmärkten gelten Aktien und andere Vermögenswerte als Güter. Daher spielen Angebot und Nachfrage eine entscheidende Rolle bei der Preisbestimmung.
Faktoren, die die Nachfrage auf den Finanzmärkten beeinflussen, sind die Liquidität des Finanzsystems. Wenn viel Geld im Markt ist, investieren Anleger mehr. Die Geldpolitik der Zentralbanken: Niedrige Zinssätze motivieren Investoren, höhere Renditen an den Aktienmärkten zu suchen. Das Vertrauen der Investoren: Wenn die wirtschaftliche Lage gut erscheint, sind sie eher bereit, Risiken einzugehen.
Faktoren, die das Angebot beeinflussen, sind die Politik der börsennotierten Unternehmen: Kapitalerhöhungen, die die Anzahl der Aktien erhöhen, oder Aktienrückkäufe, die das Umlaufangebot verringern. Die Börsenzulassungen neuer Unternehmen erhöhen die Anzahl der Wertpapiere. Regulierungen wie die Silent Periods, die den Verkauf von Aktien einschränken.
Von Theorie zur Praxis – Angebot und Nachfrage gewinnbringend nutzen
Analysten verwenden Angebot und Nachfrage auf zwei Arten:
Erste Methode: Fundamentalanalyse – Hier spiegeln Angebot und Nachfrage die Geschäftsgrundlagen wider. Wenn das Management positive Aussichten prognostiziert, sind Investoren bereit, höhere Kurse zu zahlen (Nachfrage steigt). Bei schlechten Nachrichten zögern Investoren und verkaufen (Angebot steigt).
Zweite Methode: Technische Analyse – Hierbei werden tatsächliche Kursbewegungen beobachtet, um Angebot und Nachfrage zu erkennen.
Candlesticks: Grüne Kerzen (Schlusskurs über Eröffnung) zeigen starke Nachfrage, rote Kerzen (Schlusskurs unter Eröffnung) starke Angebot. Doji (Eröffnung gleich Schluss) zeigt Gleichgewicht.
Trend: Neue Hochs (höhere Hochs) bedeuten Nachfrageübergewicht, neue Tiefs (niedrigere Tiefs) bedeuten Angebotsübergewicht, Seitwärtsbewegung zeigt Balance.
Unterstützung und Widerstand: Unterstützung ist ein Preisniveau, bei dem Käufer bereitstehen (Nachfrage). Widerstand ist ein Niveau, bei dem Verkäufer aktiv sind (Angebot).
Praxisbeispiel – Demand Supply Zone beim Aktienhandel
Die Demand Supply Zone-Technik nutzt dieses Prinzip, indem sie nach Punkten sucht, an denen der Markt aus dem Gleichgewicht gerät, schnell steigt oder fällt, dann eine Konsolidierung in einer Range erfolgt, bevor die Bewegung weitergeht.
Variante 1: Demand Zone (DBR) – Kaufpunkt
Der Kurs fällt schnell (Drop) wegen vieler Verkäufer, dann konsolidiert er (Base). Bei positiven Nachrichten kommen Käufer stark rein, der Kurs durchbricht die Range nach oben (Rally). Trader kaufen beim Breakout.
Variante 2: Supply Zone (RBD) – Verkaufspunkt
Der Kurs steigt schnell (Rally) wegen vieler Käufer, dann konsolidiert er (Base). Bei schlechten Nachrichten kommen Verkäufer stark rein, der Kurs durchbricht nach unten (Drop). Trader verkaufen beim Breakout.
Variante 3: Fortsetzungs- RBR – Aufwärtstrend
Der Kurs steigt → Konsolidierung → Weiterer Anstieg. Kauf in der Konsolidierungszone.
Variante 4: Fortsetzungs- DBD – Abwärtstrend
Der Kurs fällt → Konsolidierung → Weiterer Abfall. Verkauf in der Konsolidierungszone.
Zusammenfassung
Angebot und Nachfrage sind kein komplexes Konzept nur für Ökonomen. Trader und Investoren weltweit nutzen dieses Prinzip täglich. Das Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage führt zu Kursbewegungen. Wer dieses Mechanismus versteht, kann Kursentwicklungen besser vorhersagen und gezielt handeln. Wichtig ist nicht nur das Auswendiglernen der Theorie, sondern die praktische Anwendung durch kontinuierliche Beobachtung der Kurse und ständiges Verbessern der eigenen Fähigkeiten.
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Verstehen von Angebot und Nachfrage, um Aktienkurse präzise vorherzusagen
Wenn Sie ein Investor sind, der die Aktienkurse vor einer Marktbewegung vorhersagen möchte, müssen Sie die grundlegenden treibenden Kräfte verstehen: Angebot und Nachfrage – zwei Kräfte, die von Ökonomen und Tradern genutzt werden, um Preisänderungen zu erklären. Jede Steigung und Senkung des Aktienkurses basiert auf einem Kampf zwischen Angebot und Nachfrage.
Zwei Kräfte, die die Preisbewegung steuern – Angebot und Nachfrage
Beim Thema Angebot und Nachfrage denken viele vielleicht, dass es kompliziert ist, aber in Wirklichkeit sind es nur die Kauf- und Verkaufsbereitschaft.
Nachfrage (Demand) ist die Kaufbereitschaft der Käufer. Wenn die Preise sinken, sind Verbraucher bereit, mehr zu kaufen. Wenn die Preise steigen, kaufen sie weniger. Diese inverse Beziehung nennt man das Gesetz der Nachfrage. Faktoren, die die Nachfrage beeinflussen, sind das Einkommen der Verbraucher, die Preise substituierbarer Güter, Vorlieben, die Anzahl der Käufer und die zukünftigen Preisprognosen.
Angebot (Supply) ist die Verkaufsbereitschaft der Verkäufer. Wenn die Preise steigen, sind Verkäufer bereit, mehr zu verkaufen. Wenn die Preise fallen, verringern sie das Angebot. Diese positive Beziehung nennt man das Gesetz des Angebots. Einflussfaktoren sind Produktionskosten, Preise substituierbarer Güter, technologische Entwicklungen, die Anzahl der Wettbewerber und Preisprognosen.
Gleichgewicht (Equilibrium) ist der Punkt, an dem Angebot und Nachfrage sich schneiden. An diesem Punkt sind Preis und Menge relativ stabil, weil bei höheren Preisen Überangebot entsteht, Verkäufer Preise senken müssen, und bei niedrigeren Preisen Knappheit herrscht, Käufer bereit sind, mehr zu zahlen. Die Preise tendieren dazu, immer wieder zum Gleichgewichtspunkt zurückzukehren.
Finanzmärkte folgen den gleichen Angebot-Nachfrage-Regeln
In den Finanzmärkten gelten Aktien und andere Vermögenswerte als Güter. Daher spielen Angebot und Nachfrage eine entscheidende Rolle bei der Preisbestimmung.
Faktoren, die die Nachfrage auf den Finanzmärkten beeinflussen, sind die Liquidität des Finanzsystems. Wenn viel Geld im Markt ist, investieren Anleger mehr. Die Geldpolitik der Zentralbanken: Niedrige Zinssätze motivieren Investoren, höhere Renditen an den Aktienmärkten zu suchen. Das Vertrauen der Investoren: Wenn die wirtschaftliche Lage gut erscheint, sind sie eher bereit, Risiken einzugehen.
Faktoren, die das Angebot beeinflussen, sind die Politik der börsennotierten Unternehmen: Kapitalerhöhungen, die die Anzahl der Aktien erhöhen, oder Aktienrückkäufe, die das Umlaufangebot verringern. Die Börsenzulassungen neuer Unternehmen erhöhen die Anzahl der Wertpapiere. Regulierungen wie die Silent Periods, die den Verkauf von Aktien einschränken.
Von Theorie zur Praxis – Angebot und Nachfrage gewinnbringend nutzen
Analysten verwenden Angebot und Nachfrage auf zwei Arten:
Erste Methode: Fundamentalanalyse – Hier spiegeln Angebot und Nachfrage die Geschäftsgrundlagen wider. Wenn das Management positive Aussichten prognostiziert, sind Investoren bereit, höhere Kurse zu zahlen (Nachfrage steigt). Bei schlechten Nachrichten zögern Investoren und verkaufen (Angebot steigt).
Zweite Methode: Technische Analyse – Hierbei werden tatsächliche Kursbewegungen beobachtet, um Angebot und Nachfrage zu erkennen.
Candlesticks: Grüne Kerzen (Schlusskurs über Eröffnung) zeigen starke Nachfrage, rote Kerzen (Schlusskurs unter Eröffnung) starke Angebot. Doji (Eröffnung gleich Schluss) zeigt Gleichgewicht.
Trend: Neue Hochs (höhere Hochs) bedeuten Nachfrageübergewicht, neue Tiefs (niedrigere Tiefs) bedeuten Angebotsübergewicht, Seitwärtsbewegung zeigt Balance.
Unterstützung und Widerstand: Unterstützung ist ein Preisniveau, bei dem Käufer bereitstehen (Nachfrage). Widerstand ist ein Niveau, bei dem Verkäufer aktiv sind (Angebot).
Praxisbeispiel – Demand Supply Zone beim Aktienhandel
Die Demand Supply Zone-Technik nutzt dieses Prinzip, indem sie nach Punkten sucht, an denen der Markt aus dem Gleichgewicht gerät, schnell steigt oder fällt, dann eine Konsolidierung in einer Range erfolgt, bevor die Bewegung weitergeht.
Variante 1: Demand Zone (DBR) – Kaufpunkt
Der Kurs fällt schnell (Drop) wegen vieler Verkäufer, dann konsolidiert er (Base). Bei positiven Nachrichten kommen Käufer stark rein, der Kurs durchbricht die Range nach oben (Rally). Trader kaufen beim Breakout.
Variante 2: Supply Zone (RBD) – Verkaufspunkt
Der Kurs steigt schnell (Rally) wegen vieler Käufer, dann konsolidiert er (Base). Bei schlechten Nachrichten kommen Verkäufer stark rein, der Kurs durchbricht nach unten (Drop). Trader verkaufen beim Breakout.
Variante 3: Fortsetzungs- RBR – Aufwärtstrend
Der Kurs steigt → Konsolidierung → Weiterer Anstieg. Kauf in der Konsolidierungszone.
Variante 4: Fortsetzungs- DBD – Abwärtstrend
Der Kurs fällt → Konsolidierung → Weiterer Abfall. Verkauf in der Konsolidierungszone.
Zusammenfassung
Angebot und Nachfrage sind kein komplexes Konzept nur für Ökonomen. Trader und Investoren weltweit nutzen dieses Prinzip täglich. Das Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage führt zu Kursbewegungen. Wer dieses Mechanismus versteht, kann Kursentwicklungen besser vorhersagen und gezielt handeln. Wichtig ist nicht nur das Auswendiglernen der Theorie, sondern die praktische Anwendung durch kontinuierliche Beobachtung der Kurse und ständiges Verbessern der eigenen Fähigkeiten.