Wenn Sie gerade erst mit Kryptowährungen anfangen, werden Sie drei Hauptansätze beim Handel kennenlernen: Spot-Handel, Margin-Handel und Futures-Handel. Jeder bietet unterschiedliche Risikostufen und Chancen, aber welcher ist der richtige für Sie? Lassen Sie uns die wichtigsten Unterschiede erkunden, die Ihnen bei einer informierten Entscheidung helfen.
Warum ist Spot-Handel der sicherste Einstiegspunkt?
Der einfachste Ansatz ist der Spot-Handel – im Wesentlichen so, wie Sie im echten Leben etwas kaufen. Sie haben 100 $ in Ihrer Brieftasche, kaufen für 100 $ Bitcoin oder Ethereum, und besitzen es sofort. Kein Kredit, keine Komplexität, nur direkter Besitz des Vermögenswerts.
So funktioniert der Spot-Handel:
Sie besitzen, was Sie kaufen. Die Kryptowährung landet sofort in Ihrer Brieftasche.
Sie verwenden nur, was Sie haben. Kein Hebel, keine geliehenen Mittel – nur Ihr eigenes Kapital.
Geringes Risiko. Da keine Liquidation droht, beginnen Anfänger oft hier.
Der Nachteil? Ihre Möglichkeiten sind durch Ihr verfügbares Kapital begrenzt. Wenn Sie 100 $ haben, können Sie nur Vermögenswerte im Wert von 100 $ kaufen. Diese Einfachheit macht den Spot-Handel ideal für Neueinsteiger, die ohne übermäßiges Risiko lernen möchten.
Mehr Trading-Power: Spot-Margin-Handel erklärt
Stellen Sie sich vor, Sie könnten Geld von Ihrer Börse leihen, um größere Trades zu machen. Genau das bietet der Margin-Handel. Mit Margin-Handel können Sie Ihr Kapital hebeln – das bedeutet, Sie können Positionen kontrollieren, die viel größer sind als Ihr Kontostand.
Zum Beispiel: Mit 10-fachem Hebel und nur 10 $ in Ihrem Konto könnten Sie theoretisch Kryptowährungen im Wert von bis zu 100 $ kaufen. Die Börse leiht Ihnen die restlichen 90 $, abgesichert durch Ihre bestehenden Margin-Assets als Sicherheit. Das maximale Hebel im Spot-Margin-Handel liegt typischerweise bei 10x.
Was Sie wissen sollten:
Geliehene Mittel inklusive. Sie zahlen Zinsen auf geliehene Beträge, die stündlich berechnet werden.
Sicherheiten erforderlich. Ihre bestehenden Vermögenswerte sichern den geliehenen Betrag ab – wenn der Kurs sich gegen Sie bewegt, droht die Liquidation.
Höhere Gewinne, höheres Risiko. Sie können Gewinne verstärken, aber auch Verluste multiplizieren.
Der Spot-Margin-Handel liegt zwischen einfachem Spot-Handel und Futures: Er bietet mehr Kapitalzugang als reiner Spot, aber ohne die extremen Hebel und die Komplexität der Futures. Allerdings besteht echtes Liquidationsrisiko – wenn der Markt stark schwankt, könnten Sie Ihre Sicherheiten verlieren.
Über den Kauf hinaus: Futures und Perpetual Contracts erklärt
Futures und Perpetuals funktionieren nach einem ganz anderen Prinzip: Sie besitzen die zugrunde liegenden Vermögenswerte nicht wirklich. Stattdessen handeln Sie Verträge, die Preisbewegungen abbilden. Diese sind rein spekulative Instrumente, mit denen Sie profitieren können, egal ob die Preise steigen oder fallen.
Futures-Kontrakte haben Ablaufdaten, die von täglich bis quartalsweise reichen. Am Fälligkeitstag werden die Verträge automatisch abgerechnet und geschlossen – Sie müssen Ihre Position entweder manuell schließen oder die Börse übernimmt das für Sie.
Perpetual-Kontrakte hingegen laufen nie ab. Sie können Positionen unbegrenzt halten, solange Sie die Margin-Anforderungen erfüllen. Man könnte sagen, Perpetuals sind die „für immer“ Version der Futures.
Wichtige Merkmale von Futures und Perpetuals:
Enormer Hebel möglich. Je nach Handelspaar liegt der Hebel zwischen 25x und 125x – deutlich mehr als beim Margin-Handel.
Short-Positionen. Sie können genauso profitabel auf fallende Kurse setzen wie auf steigende.
Funding-Raten. Perpetuals beinhalten Gebühren, die zwischen Long- und Short-Positionen transferiert werden, um den Preis stabil zu halten.
Hohe Liquidationsgefahr. Bei so hohem Hebel kann Ihre Position schnell liquidiert werden, wenn die Margin unter die Wartungsanforderung fällt.
Vergleich der drei Ansätze: Spot, Margin und Futures im Überblick
Aspekt
Spot-Handel
Spot-Margin-Handel
Futures/Perpetuals
Maximaler Hebel
Keiner
10x
25x–125x
Vermögensbesitz
Voller Besitz
Besitz mit Schulden
Nur Vertrag, kein Eigentum
Ablaufdatum
Nicht zutreffend
Nicht zutreffend
Futures: täglich bis quartalsweise; Perpetuals: keine
Liquidationsrisiko
Kein Risiko
Ja
Ja
Geeignet für
Langzeit-HODLer, Anfänger
Fortgeschrittene Trader, die mehr Kapital wollen
Erfahrene Trader, Spekulanten, Hedger
Gebührenstruktur
Nur Spot-Gebühren
Spot-Gebühren + Zinsen + Rückzahlungsgebühren
Handelsgebühren + Abwicklungs-/Funding-Gebühren
Shorten möglich?
Nein
Ja (bei Short-Positionen)
Ja
Für welchen Weg entscheiden? Risiko vs. Chance
Beginnen Sie mit Spot-Handel, wenn Sie neu bei Krypto sind und Vertrauen aufbauen möchten. Es besteht kein Liquidationsrisiko, und Sie riskieren nur Kapital, das Sie bereit sind zu verlieren.
Wechseln Sie zum Margin-Handel, sobald Sie Risikomanagement verstanden haben und mehr Flexibilität beim Trading wünschen. Der maximale Hebel von 10x ist überschaubar und bietet dennoch eine sinnvolle Verstärkung.
Erkunden Sie Futures und Perpetuals erst, wenn Sie ausreichend Erfahrung gesammelt haben und die Liquidationsmechanismen verstehen. Der hohe Hebel belohnt Selbstvertrauen, kann aber bei Unachtsamkeit schnell zu Verlusten führen.
Denken Sie daran: Höherer Hebel bedeutet nicht automatisch bessere Gewinne – es bedeutet schnellere Verluste, wenn sich der Markt gegen Sie bewegt. Jeder Handelsansatz hat seinen Zweck. Die besten Trader wissen, wie sie alle drei strategisch einsetzen, und wählen Spot- oder Margin-Handel je nach Ziel, Risikotoleranz und Marktausblick.
Diese Seite kann Inhalte Dritter enthalten, die ausschließlich zu Informationszwecken bereitgestellt werden (keine Zusicherungen oder Garantien), und sie sind nicht als Billigung der darin geäußerten Ansichten durch Gate oder als finanzielle bzw. fachliche Beratung zu verstehen. Weitere Informationen finden Sie im Haftungsausschluss.
Verstehen von Spot- vs. Margin-Handel: Ein Anfängerleitfaden für Krypto-Handel
Wenn Sie gerade erst mit Kryptowährungen anfangen, werden Sie drei Hauptansätze beim Handel kennenlernen: Spot-Handel, Margin-Handel und Futures-Handel. Jeder bietet unterschiedliche Risikostufen und Chancen, aber welcher ist der richtige für Sie? Lassen Sie uns die wichtigsten Unterschiede erkunden, die Ihnen bei einer informierten Entscheidung helfen.
Warum ist Spot-Handel der sicherste Einstiegspunkt?
Der einfachste Ansatz ist der Spot-Handel – im Wesentlichen so, wie Sie im echten Leben etwas kaufen. Sie haben 100 $ in Ihrer Brieftasche, kaufen für 100 $ Bitcoin oder Ethereum, und besitzen es sofort. Kein Kredit, keine Komplexität, nur direkter Besitz des Vermögenswerts.
So funktioniert der Spot-Handel:
Der Nachteil? Ihre Möglichkeiten sind durch Ihr verfügbares Kapital begrenzt. Wenn Sie 100 $ haben, können Sie nur Vermögenswerte im Wert von 100 $ kaufen. Diese Einfachheit macht den Spot-Handel ideal für Neueinsteiger, die ohne übermäßiges Risiko lernen möchten.
Mehr Trading-Power: Spot-Margin-Handel erklärt
Stellen Sie sich vor, Sie könnten Geld von Ihrer Börse leihen, um größere Trades zu machen. Genau das bietet der Margin-Handel. Mit Margin-Handel können Sie Ihr Kapital hebeln – das bedeutet, Sie können Positionen kontrollieren, die viel größer sind als Ihr Kontostand.
Zum Beispiel: Mit 10-fachem Hebel und nur 10 $ in Ihrem Konto könnten Sie theoretisch Kryptowährungen im Wert von bis zu 100 $ kaufen. Die Börse leiht Ihnen die restlichen 90 $, abgesichert durch Ihre bestehenden Margin-Assets als Sicherheit. Das maximale Hebel im Spot-Margin-Handel liegt typischerweise bei 10x.
Was Sie wissen sollten:
Der Spot-Margin-Handel liegt zwischen einfachem Spot-Handel und Futures: Er bietet mehr Kapitalzugang als reiner Spot, aber ohne die extremen Hebel und die Komplexität der Futures. Allerdings besteht echtes Liquidationsrisiko – wenn der Markt stark schwankt, könnten Sie Ihre Sicherheiten verlieren.
Über den Kauf hinaus: Futures und Perpetual Contracts erklärt
Futures und Perpetuals funktionieren nach einem ganz anderen Prinzip: Sie besitzen die zugrunde liegenden Vermögenswerte nicht wirklich. Stattdessen handeln Sie Verträge, die Preisbewegungen abbilden. Diese sind rein spekulative Instrumente, mit denen Sie profitieren können, egal ob die Preise steigen oder fallen.
Futures-Kontrakte haben Ablaufdaten, die von täglich bis quartalsweise reichen. Am Fälligkeitstag werden die Verträge automatisch abgerechnet und geschlossen – Sie müssen Ihre Position entweder manuell schließen oder die Börse übernimmt das für Sie.
Perpetual-Kontrakte hingegen laufen nie ab. Sie können Positionen unbegrenzt halten, solange Sie die Margin-Anforderungen erfüllen. Man könnte sagen, Perpetuals sind die „für immer“ Version der Futures.
Wichtige Merkmale von Futures und Perpetuals:
Vergleich der drei Ansätze: Spot, Margin und Futures im Überblick
Für welchen Weg entscheiden? Risiko vs. Chance
Beginnen Sie mit Spot-Handel, wenn Sie neu bei Krypto sind und Vertrauen aufbauen möchten. Es besteht kein Liquidationsrisiko, und Sie riskieren nur Kapital, das Sie bereit sind zu verlieren.
Wechseln Sie zum Margin-Handel, sobald Sie Risikomanagement verstanden haben und mehr Flexibilität beim Trading wünschen. Der maximale Hebel von 10x ist überschaubar und bietet dennoch eine sinnvolle Verstärkung.
Erkunden Sie Futures und Perpetuals erst, wenn Sie ausreichend Erfahrung gesammelt haben und die Liquidationsmechanismen verstehen. Der hohe Hebel belohnt Selbstvertrauen, kann aber bei Unachtsamkeit schnell zu Verlusten führen.
Denken Sie daran: Höherer Hebel bedeutet nicht automatisch bessere Gewinne – es bedeutet schnellere Verluste, wenn sich der Markt gegen Sie bewegt. Jeder Handelsansatz hat seinen Zweck. Die besten Trader wissen, wie sie alle drei strategisch einsetzen, und wählen Spot- oder Margin-Handel je nach Ziel, Risikotoleranz und Marktausblick.